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TROX EASYLAB System

Diese Seite dient als praxisnahe Schulungs- und Arbeitsunterlage für das TROX EASYLAB System.

Sie richtet sich an:

  • Monteure
  • Inbetriebnehmer
  • Servicetechniker

Ziel ist es, das System verständlich zu erklären und eine sichere Anwendung auf der Baustelle zu ermöglichen.

Behandelt werden:

  • Aufbau und Funktion des Systems
  • Regelstrategien im Labor
  • Verdrahtung und Kommunikation
  • Ein- und Ausgänge der Regler
  • typische Fehler und Hinweise aus der Praxis

👉 Inhalte basieren auf Schulung + Praxis.

📥 Downloads:

Ziel

  • System verstehen
  • sicher arbeiten
  • Fehler erkennen
  • Verdrahtung sicher ausführen

Kurzbeschreibung (S2–S3)

EASYLAB ist ein Luftregel- und Labormanagementsystem für sicherheitskritische Bereiche.

Regelt:

  • Volumenströme
  • Raumdruck
  • Luftführung im Labor

👉 Ziel: sichere und stabile Luftverhältnisse


Einsatzbereiche (S4)

  • Labore (Chemie / Pharma / Bio)
  • Reinräume
  • OP-Bereiche
  • Patientenzimmer
  • Tierhaltung
  • Küchen

Grundfunktion (S5–S6)

Das System steuert:

  • Zuluft
  • Abluft
  • Raumdruck
  • Raumbilanz

👉 Alle Komponenten arbeiten zusammen


Regelbausteine (S6)

  • FH → Laborabzug
  • EC → Abluft
  • SC → Zuluft
  • RE → Raumabluft
  • RS → Raumzuluft
  • PC → Raumdruck

👉 wichtig: immer im Zusammenspiel betrachten


EASYLAB Regler / TCU3 (S7–S10)

Eigenschaften:

  • modulare Bauweise
  • Erweiterungsmodule möglich
  • Plug & Play Kommunikation
  • integrierte Volumenstrommessung
  • Anschluss von 2 Bedieneinheiten

Anschlüsse außen

  • DI1 → Frontschieber (500 mm)
  • Bedieneinheiten
  • AO4 → Stellantrieb
  • AI5 → Sensor
  • Bus RJ45

Anschlüsse innen

  • AI1–AI4 → Analogeingänge
  • DI2–DI6 → Digitaleingänge
  • AO1–AO3 → Analogausgänge
  • DO → Digitalausgänge
  • Versorgung 24 V

Erweiterungsmodule (S11–S16)

EM-AUTOZERO

  • stabilere Messung
  • weniger Wartung
  • automatisch erkannt

EM-BAC-MOD

  • BACnet / Modbus
  • GLT-Anbindung

EM-IP

  • Netzwerk / Webserver
  • Logging / Alarme

EM-TRF / EM-TRF-USV

  • 230 V Versorgung
  • USV = Betrieb bei Stromausfall

EM-LIGHT

  • Beleuchtung am Abzug

Regelung Grundlagen (S19–S23)

Ein Regelkreis besteht aus:

  • Sensor (Istwert)
  • Regler
  • Stellglied (Klappe)

Ablauf:

  • Istwert messen
  • Soll/Ist vergleichen
  • Klappe nachregeln

💡 Wichtig:

  • System arbeitet immer mit Istwerten

Laborabzug – Sicherheit (S27–S28)

Schutz erfolgt durch:

  • Schutzscheibe
  • Absaugung

👉 entscheidend ist die Lufttechnik:

  • keine Schadstoffe im Raum
  • kein explosionsfähiges Gemisch

Regelstrategien (S33)

Einströmgeschwindigkeit

  • sicherste Variante
  • misst Luftgeschwindigkeit

Frontschieber

  • misst Öffnung

Schalter

  • einfache Lösung

Konstant

  • feste Luftmenge

Einströmgeschwindigkeit (S35–S39)

Vorteile

  • einfache Montage
  • automatische Anpassung
  • reagiert auf Lasten

Nachteile

  • empfindlich bei Zuluft
  • nicht für Druckdecken geeignet

⚠️ Wichtig:

  • Sensor nicht im Zuluftstrom montieren

Montage & Verdrahtung (S37–S39)

  • Regler einbauen
  • Sensor montieren
  • Bedieneinheit anschließen
  • Bus anschließen
  • Spannung anschließen

Anzeige / LED (S38)

🔴 Rot:

  • nicht nur Fehler!
  • kann bedeuten:
    • Abluft reduziert
    • Sicherheit deaktiviert

👉 Regelung läuft, aber Schutz nicht aktiv

🟢 Grün:

  • Betrieb OK

🟡 Gelb:

  • Bus aktiv

Raumbilanz (S60–S63)

Grundprinzip:

  • Zuluft = Abluft → neutral
  • Zuluft < Abluft → Unterdruck
  • Zuluft > Abluft → Überdruck

Beispiel (DIN 1946)

  • 22 m² Raum
  • 25 m³/h/m²
  • → 550 m³/h Mindestabluft
  • 3 Abzüge: 200–500 m³/h
  • Überströmung: 70 m³/h

👉 Abluft oft deutlich höher


Sonderfall

👉 Raumabluft kann entfallen

wenn:

  • Abzüge genug Luft absaugen

Verdrahtung / Kommunikation (S85)

Versorgung

  • 24 V AC/DC
  • oder 230 V über Trafo

⚠️ Regeln:

  • max. 5 Geräte in Reihe
  • nie 230 V + 24 V gleichzeitig

USV

  • hält System bei Stromausfall aktiv

MSR-Schrank

  • liefert Spannung
  • zentrale Steuerung

Bus (RJ45)

  • max. 24 Geräte
  • max. 300 m

Bus-Regeln

  • Reihenfolge egal
  • erstes + letztes terminieren

Analoge Ein-/Ausgänge

AI (Eingang)

  • 0–10 V
  • Sensoren / Sollwerte

AO (Ausgang)

  • 0–10 V
  • Klappen / Signale

Digitale Ein-/Ausgänge

DI

  • Schalter / Kontakte

DO

  • Alarm / Funktionen

👉 Alarm = Relais abgefallen


RS / RE Regler – Ein-/Ausgänge

DI

  • Betriebsarten (min / max / aus / offen)

DO

  • Alarm
  • Licht
  • Funktionen

AI

  • Volumenstrom
  • Sollwert
  • Sensoren

AO

  • Istwert
  • Klappenstellung
  • Weitergabe

Typische Fehler

  • keine Terminierung
  • falsche Spannung
  • Sensor falsch angeschlossen
  • Bus falsch
  • Schirm fehlt

Merksätze

  • „Enden terminieren“
  • „Max. 5 Geräte“
  • „Rot = Achtung“
  • „System arbeitet mit Istwerten“

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